gemeinsame Pressemitteilung der Wählergemeinschaften FORUM und FBK zum Thema „Bauhofneubau“

Was für eine verheerende Signalwirkung hat das Ansinnen von CDU, SPD und Grünen in Kalkar einen Bauhof ohne eine Abteilung für Garten- und Landschaftspflege betreiben zu wollen!? Welcher Imageschaden entsteht durch die permanenten Angriffe bzgl. der Leistungen der Verwaltungsmitarbeiter!? Ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter des Bauhofes, die bereits im Jahr 2018 durch die zwingend notwendige Organisationsuntersuchung stark verunsichert wurden, möchten die oben genannten Parteien u. a. mit dem sogenannten Outsourcing von Arbeitsbereichen zur Kostenreduzierung beim Neubau des Bauhofes, der aktuell mit ca. 4,3 Mio. € veranschlagt wird, beitragen.

Trotz der mahnenden Worte der Bürgermeisterin, Dr. Britta Schulz, den Neubau des Bauhofes nicht noch weiter zu verzögern, wurde auf der Sitzung des Bau-, Planungs-, Verkehrs- und Umweltausschusses am 22. April gegen die Stimmen der Wählergemeinschaften FORUM Kalkar und FBK – auf die maßgebliche Intervention des Ausschussvorsitzenden der CDU hin – lediglich der Beschluss gefasst, das Outsourcing zu prüfen und gegebenenfalls in einer Sondersitzung vorzustellen. Des Weiteren beinhaltet der Beschluss die Vorgabe zu prüfen, ob der Bauhof kleiner gebaut werden kann als in der aktuellen Planung vorgestellt. Sowohl die detaillierten Erläuterungen des Bauhofleiters zum Aufgabenspektrum des Bauhofes und zu den geplanten neuen Räumlichkeiten auf dem etwa 6.000 m² großen Grundstück am Oyweg als auch die des Architekturbüros zur Kostensituation fanden bei CDU, SPD und Grünen kein Gehör.

Den Fraktionen der Wählergemeinschaften FORUM Kalkar und FBK erscheint das Ansinnen den städtischen Bauhof ohne eine Abteilung für Garten- und Landschaftspflege betreiben zu wollen als Realitätsverlust. Die interkommunale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet mit der Gemeinde Bedburg-Hau wurde bereits geprüft. Die im Bauhof praktizierte Kosten- und Leistungsrechnung berücksichtig bereits Maßnahmen, die kostengünstiger an private Unternehmen vergeben werden. Die Unfallkasse stellte bereits 2018 zum wiederholten Male erhebliche Mängel am aktuellen Standort fest und der Neubau wurde bereits im März 2020 beschlossen. Die Ausmaße der geplanten Betriebsgebäude auf dem räumlich beschränkten Grundstück am Oyweg beziehen sich auf die dringend notwendigen Erfordernisse nach den entsprechenden rechtlichen Vorgaben. Sowohl ein weiteres Gutachten als auch die Verzögerung in der Planung und damit beim eigentlichen Bau treiben die Kosten in die Höhe. Eine weitere Reduzierung der Räumlichkeiten ist weder nachhaltig noch zukunftsorientiert. Die über Jahrzehnte unterlassenen Investitionen in städtische Gebäude und Infrastruktur bereiten der Stadt Kalkar bereits seit langem zunehmend Probleme.

Wir, die Fraktionen der Wählergemeinschaften FORUM Kalkar und FBK, stehen ohne Vorbehalt zu den Mitarbeitern des Bauhofes und der Verwaltung. Wir sind zuversichtlich, die Herausforderungen, die durch die politische Untätigkeit während der vergangenen Jahrzehnte verursacht wurden, mit Umsicht sowie Blick auf Kosten und Nachhaltigkeit, meistern zu können.

 

Lutz Kühnen (Fraktionsvorsitzender FORUM Kalkar)      Günter Pageler (Fraktionsvorsitzender Freie Bürger für Kalkar)

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