Seminar: Mobilität im ländlichen Raum…

... am Beispiel Kalkar und planungsrechtliche Grundlagen

Am 9. und 16. Juni durften die Fraktionsmitglieder und sachkundigen Bürger mit Interesse an Stadtentwicklung und planungsrechtlichen Grundlagen, vom Regionalplan bis zur Veränderungssperre, im Bürger FORUM Kalkar (BFK) in der Monrestr. 37 wieder einmal die „Schulbank“ drücken.

 

Der 1. Unterrichtsblock befasste  sich mit der Mobilität im ländlichen Raum am Beispiel Kalkar.

1. Abschnitt: Mobilitätsansprüche und Siedlungsentwicklung
Mobilität – ein kommunalpolitisches Thema?
Mobilitätsansprüche auf dem Land
Entfernungen überwinden, aber wie?
Mobilitätssituation im Stadtgebiet Kalkar
2. Abschnitt: Altersgerechte Quartiersentwicklung
Projekt Inge – ein Wohnbeispiel im ländlichen Raum mit Zukunft
Siedlergemeinschaften als Rettungsmodell des ländlichen Raumes?
Ausblick: Wo muss was in Kalkar passieren?
Herr Manfred Müser, Diplomingenieur der Raumplanung und Fachdozent für Bau- und Planungsrecht referierte interessant und anschaulich über den Fortbestand der Städte und Dörfer im demografischen Wandel. Gerade in Kalkar mit seinen 13 Ortsteilen sehen wir bereits, wie der Wandel voranschreitet. Die Versorgung mit Lebensmitteln, die ärztliche Grundversorgung und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sind nicht mehr oder nur stark eingeschränkt gegeben. Die Bürger der Ortsteile könnten sich an Projekten beteiligen, um die Versorgung aufrecht zu halten. In Grieth sehen wir einen sehr erfolgversprechenden Anfang mit dem Projekt „Dorfladen“, das hoffentlich Vorbildcharakter für andere Projekte haben wird. Ein von ehrenamtlich engagierten Bürgern betriebener Bürgerbus könnte die Mobilität für Jung und Alt erhöhen sowie die Anbindung der Dörfer erheblich verbessern und sogar  den Schulbus ergänzen.

Der 2. Block umfasste Grundlagenwissen zu planungsrechtlichen Belangen.

3. Abschnitt: Vorbereitende Bauleitplanung
Aufgabe und Inhalte eines FNP
Verfahrensablauf in der Bauleitplanung
Verfahrensbeteiligte (Träger öffentlicher Belange)
4. Abschnitt: Verbindliche Bauleitplanung
Aufgaben und Inhalte eines Bebauungsplanes
Bebauungsplanarten
Veränderungssperre
Befreiung, Abweichung und Ausnahme
Herr Müser stellte in diesem Block anschaulich den Verfahrensablauf vom Regionalplan, über den Flächennutzungsplan bis zum Bebauungsplan vor. Die Teilnehmer haben ein gutes Rüstzeug und wertvolle Tipps vermittelt bekommen und werden dieses Wissen in der Vorbereitung auf die Ausschussarbeit anwenden können. Mit dieser Fortbildungsmaßnahme wird die „Schulbank“ noch lange nicht verlassen. Es werden weitere Seminare folgen, um den „Horizont zu erweitern“.

Dirk Altenburg

2. Stellv. Fraktionsvorsitzender FORUM Kalkar

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